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Trittin verteidigt Verzicht auf Tempolimit und Steuererhöhungen

Archivmeldung vom 18.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Jürgen Trittin (2020)
Jürgen Trittin (2020)

Foto: FlickreviewR 2
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Grünen-Politiker Jürgen Trittin verteidigt den Verzicht seiner Partei bei den Ampel-Sondierungen auf ein Tempolimit und Steuererhöhungen für Reiche. Kurz vor dem Länderrat der Grünen, der am Sonntag den Weg frei machen soll für offizielle Koalitionsverhandlungen, lobte Trittin die Kompromisse mit den Liberalen.

"Die Delegierten wissen, dass es keine Steuersenkungen für Besserverdienende gibt. Da haben sich Grüne durchgesetzt. Auf der anderen Seite gibt es keine stärkere Belastung der Topverdiener. Da hat sich die FDP durchgesetzt. Das ist, was es ist - ein ordentlicher Kompromiss", sagte Trittin der "Bild am Sonntag".

Er forderte die Grünen auf, die Aufgabe des Tempolimits zu akzeptieren. "Am Ende muss das Klimaziel erreicht werden. Das ist machbar. Zu diesem Kompromiss müssen wir jetzt stehen." Für die Grünen sei zentral, dass Deutschland beim Klimaschutz auf den 1,5-Grad-Pfad komme. Trittin ist der Ansicht, dass für die Liberalen die angestrebte Regierung komplizierter sei als für die Grünen. "Der Weg für die FDP in die Ampel-Koalition ist ein weiterer als für uns." Er zeigte sich aber überzeugt, dass die FDP am Montag "eine verantwortliche Entscheidung" treffe. Trittin konkretisierte die Pläne, wie Genehmigungsverfahren für den Ausbau erneuerbarer Energien verkürzt werden können.

"Mein V orschlag: Die Behörden haben sechs Wochen Zeit, um festzustellen, ob die Antragsunterlagen vollständig sind. Sie dürfen nur einmal etwas nachfordern. Dann haben sie ein halbes Jahr Zeit, um endgültig zu entscheiden", so der frühere Umweltminister. Trittin sieht seine Partei und die FDP als den Motor der Ampel-Regierung: "In den 16 Merkel-Jahren hat sich die Politik erst bewegt, wenn es nicht mehr anders ging. Das ändern Grüne und FDP jetzt und helfen dabei auch der SPD auf die Sprünge. Auch wenn wir oft in unterschiedliche Richtungen wollen, ist klar: Schluss mit dem Einfach-auf-der-Stelle-Stehen." Optimistisch zeigte sich Trittin, dass sich die Ampel auf eine Legalisierung von Cannabis einigen werde. Grüne und FDP seien sich bereits einig. "Eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene ist der richtige Weg, mit dieser Droge umzugehen. Das erkennen auch in der SPD immer mehr", so Trittin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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