Linke will Augenmerk auf Industriepolitik legen

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Angesichts der anhaltenden Rezession will die Linkspartei ihre industriepolitischen Konzepte schärfen und dafür eine eigene Arbeitsgruppe gründen. Bei der Fraktionsvorsitzendenkonferenz in Erfurt an diesem Samstag will die Partei einen entsprechenden Antrag einbringen, wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf den Parteivorstand berichtet.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner, die Mitglied der Gruppe sein soll, sagte
der Redaktion: "Heute die Industrie an die Herausforderungen der
Gegenwart anzupassen, ist eine riesige Aufgabe, bei der nicht wieder die
alten Fehler wiederholt werden dürfen." Weiter sagte sie: "Nur wenn wir
den Menschen Hoffnung, Sicherheit und Perspektiven bieten können, wird
es möglich sein, auch den Rechtsruck zurückzudrängen."
Die Gruppe
soll unter Federführung des Duisburger Bundestagsabgeordneten Mirze
Edis und des sächsischen Landtagsabgeordneten Stefan Hartmann tätig
werden. Weitere Mitglieder sind die Politiker Janine Wissler und Markus
Pohle. Edis sagte: "Wir müssen über Verstaatlichung und
Vergemeinschaftungen diskutieren und gangbare Modelle erarbeiten.
Strategische Sektoren wie Stahl- und Automobilindustrie in Deutschland
gehören gesichert."
Quelle: dts Nachrichtenagentur