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Bundesregierung: Deutschland auf Spitzenplatz bei Stromversorgungssicherheit

Archivmeldung vom 07.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Manfred Schimmel  / pixelio.de
Bild: Manfred Schimmel / pixelio.de

Deutschland verfügt nach Einschätzung der Bundesregierung über eine hohe Stromversorgungssicherheit, die in den kommenden Jahren nochmals verbessert wird. "Bei der Versorgungssicherheit im Bereich Elektrizität liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf einem Spitzenplatz", heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.

Durch Einbindung in europäisch gekoppelte Märkte für Strom "profitieren die deutschen Verbraucher durch Ausgleichseffekte etwa bei den Höchstlasten, den Erneuerbaren Energien oder Kraftwerksausfällen", schreibt das Wirtschaftsministerium. Die Versorgungssicherheit werde nochmals gesteigert, wenn ab 2020 die neue Nordlink-Stromtrasse mit Norwegen in Betrieb genommen werde. Zusätzlich hatte die Bundesregierung 2016 eine nationale Kapazitätsreserve eingeführt: Stromkonzerne werden von den Stromkunden dafür bezahlt, dass sie ältere Kohle-Kraftwerke schrittweise bis 2019 vom Netz nehmen, diese aber nicht komplett abschalten, sondern für Notfälle weiter in Bereitschaft halten. "Seit der Einrichtung der Sicherheitsbereitschaft sind solche Fälle nicht eingetreten", räumt die Regierung in ihrer Antwort ein.

"Es zeigt sich, dass die Kapazitätsreserve für Kohlekraftwerke noch nicht einmal genutzt wurde. Die hohen Vergütungen für die Kraftwerksbetreiber sind somit nicht zu rechtfertigen", kritisierte Grünen-Energieexpertin Ingrid Nestle. Die Bundesregierung müsse die Vergütungen im Sinne der Stromkunden zügig senken. Auch beim Kohleausstieg sei die große Koalition zu zögerlich, so Nestle. "Vor dem Hintergrund der hohen Versorgungssicherheit ist nicht zu verstehen, dass die Entscheidung über das Abschalten relevanter Mengen an Kohlestrom in eine Kommission verlagert wird", sagte Nestle.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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