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Anwaltsvereinigung will Ausschluss von "Pro Chemnitz"-Anführer

Archivmeldung vom 19.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: berlin-pics  / pixelio.de
Bild: berlin-pics / pixelio.de

Die Vereinigung von Strafverteidigern in Sachsen und Sachsen-Anhalt will einen führenden Kopf der rechten Gruppe "Pro Chemnitz" aus ihren Reihen ausschließen. Der Anwalt Martin Kohlmann, der für "Pro Chemnitz" auch im Stadtrat sitzt, habe "gröblich" gegen die Interessen des Vereins verstoßen, heißt es in einem Schreiben des Vorsitzenden an die Mitgliederversammlung, über das der "Spiegel" berichtet. Begründet wird der Vorstoß damit, dass "Pro Chemnitz" in "aggressiver Weise" aus "einzelnen Straftaten einen Generalverdacht gegen ethnische Gruppen fördert".

Zudem habe die Bewegung auf Facebook einen geleakten Haftbefehl gegen einen irakischen Beschuldigten ohne Schwärzung veröffentlicht. Kohlmann selbst habe dies in den "Tagesthemen" der ARD später gerechtfertigt. Der Vorstand will im November über den Ausschluss ab stimmen lassen. Kohlmann selbst spricht von "teilweisen Falschbehauptungen" in dem Schreiben, er strebt zunächst eine vereinsinterne Klä rung an.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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