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Wagenknecht hat nach Promotion keine Angst vor Plagiatsjägern

Archivmeldung vom 11.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Sahra Wagenknecht (2012)
Sahra Wagenknecht (2012)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht fühlt sich kurz vor der Veröffentlichung ihrer Dissertation gegen Plagiatsjäger gewappnet. Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe) hält sie ihre Doktorarbeit und insbesondere das dafür entwickelte Modell für nicht angreifbar: "Dieses Sparmodell habe ich mir ausgedacht und getestet. Das ist auf jeden Fall plagiatssicher", sagte Wagenknecht.

Die Spitzenpolitikerin der Linken hat für ihre Doktorarbeit den Grundbedarf für Miete, Lebensmittel und Gesundheit errechnet und dazu ein eigenes mathematisches Modell entwickelt. Im Gespräch mit der F.A.Z. räumte sie ein, kurz vor der Veröffentlichung ihrer Dissertation durch die Plagiatsvorwürfe gegenüber Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) alarmiert worden zu sein: "Ich gebe zu, ich bin noch mal die Bibliographie durchgegangen, um so etwas nicht erleben zu müssen", sagt die 44 Jahre alte Linkspolitikerin. Allerdings sei sie generell während der gesamten wissenschaftlichen Arbeit höchst akribisch gewesen.

Die Hatz auf promovierte Politiker durch Plagiatsjäger sieht Sahra Wagenknecht kritisch: "Ich finde es zunehmend problematisch, was jetzt alles als Plagiat dargestellt wird", sagt sie der F.A.Z. "Die entscheidende Frage ist doch: Steht da eine eigene Idee dahinter?" Eine falsche Seitenanzahl in einer Fußnote sei aber kein Grund, um eine Arbeit anzugreifen, meint Wagenknecht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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