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Petry wirft Oettinger "unappetitliches Kopfkino" vor

Archivmeldung vom 16.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Frauke Petry, 2015
Frauke Petry, 2015

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

AfD-Chefin Frauke Petry hat EU-Kommissar Günther Oettinger scharf attackiert: "Herr Oettinger, Ihr Kopfkino ist unappetitlich. Ich frage mich, was Ihre Frau wohl dazu sagt", so Petry gegenüber "Bild" mit Blick auf Äußerungen Oettingers vom Montagabend.

Oettinger hatte auf einer Veranstaltung in Berlin erklärt: "Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen."

Petry hatte zuletzt mit einer Aussage zum Schusswaffengebrauch an der deutschen Grenze Kritik hervorgerufen: "Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen", hatte Petry dem "Mannheimer Morgen" gesagt.

Forsa-Chef verteidigt Oettinger-Attacke gegen Petry

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, hat EU-Kommissar Günther Oettinger für seine drastische Kritik an AfD-Chefin Frauke Petry verteidigt. "Ich habe viel Verständnis für Herrn Oettinger. Es ist doch harmlos, was er gesagt hat im Vergleich zu dem, was so manche AfD-Leute von sich geben. Ich habe kein Mitleid mit Frau Petry, wenn man sie hart attackiert", sagte Güllner dem "Handelsblatt".

Der Forsa-Chef warnte zugleich vor einem milderen Umgang mit der Partei. "Im Prinzip ist es richtig, die AfD anzugreifen und auszugrenzen. Diese Partei und ihre Anhänger sind unbelehrbar, mit denen können sie nicht diskutieren", sagte der Forsa-Chef. "Das ist wie mit Oskar Lafontaine, mit dem können sie auch keine vernünftige Diskussion führen, weil er andere Argumente nicht gelten lässt."

Güllner betonte überdies, dass die AfD-Wähler eine sich "lautstark artikulierende Minderheit" seien. "Man muss ihnen klarmachen, dass sie nicht für das deutsche Volk stehen. Das Volk wählt nicht die AfD", sagte der Meinungsforscher. "Die AfD speist sich aus einem braunen Bodensatz, der immer da ist", erläuterte er. "Deshalb sollte man auch nicht den Fehler begehen und sie hofieren. Wenn man die AfD salonfähig macht, treibt man ihnen Wähler zu." Diese Erfahrung habe auch schon die CDU machen müssen, "als sie einst auf die Republikaner zuging und der Partei zum Sprung in den Stuttgarter Landtag verhalf".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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