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Bundesregierung fürchtete keine Engpässe bei Impfstoffproduktion

Archivmeldung vom 26.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Warum soll die Menschheit mit unerprobten und unsicheren Impfstoffen versehen werden? (Symbolbild)
Warum soll die Menschheit mit unerprobten und unsicheren Impfstoffen versehen werden? (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Juli 2020 eine Förderung des Impfstoffherstellers IDT Biologika aus Dessau-Roßlau abgelehnt und fürchtete damals "keine Engpässe". Dies gehe aus einem Schreiben des Staatssekretärs Andreas Feicht an den FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hervor, schreibt der "Spiegel".

Dieser hatte eine wohlwollende Prüfung für Fördermöglichkeiten in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angeregt. Das Ministerium sagte Nein und verwies auf andere Förderprogramme. Man sehe "keine zu befürchtenden Knappheiten bei den derzeit zahlreich im Aufbau befindlichen Produktionskapazitäten", zumal die Pharmaindustrie regelmäßig versichere, an einer Gesamtlösung zu arbeiten - "selbst ohne Gewinnabsichten", schrieb Feicht.

Das Ministerium verfüge "in diesem Sektor über keine speziellen Fördermöglichkeiten". Der Brief sei aus heutiger Sicht "mehr als grotesk", sagt Theurer dazu. "Es rächt sich, dass die Bundesregierung alle Warnungen diesbezüglich in den Wind geschlagen hat." IDT Biologika hatte zuletzt bekannt gegeben, eine Vereinbarung mit dem Impfstoffhersteller Astrazeneca getroffen zu haben und den Wirkstoff künftig in großen Mengen zu produzieren. Erneut hat Astrazeneca wohl Lieferprobleme wegen mangelnder Produktionskapazitäten. Nun sollen die Dessauer Herstellungsanlagen massiv ausgebaut werden, womit IDT Biologika zu einem der größten Impfstoffhersteller Europas aufsteigt. Da erst jetzt in den Ausbau investiert wird, sollen die neuen Anlagen nicht vor Ende 2022 in Betrieb gehen können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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