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Stasi-Akten aus Eisleben sind wieder rekonstruiert

Archivmeldung vom 14.07.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wappen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR
Wappen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Foto: Nickel Chromo
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Erstmals konnten tausende Stasi-Akten aus dem einstigen Bezirk Halle per Hand rekonstruiert werden. Die Unterlagen stammen aus der Kreisdienststelle des DDR-Geheimdienstes in Eisleben (Mansfeld-Südharz). Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. Die im Wendeherbst 1989 von den Stasi-Mitarbeitern grob zerrissenen Dokumente wurde von einer Projektgruppe der Stasi-Unterlagen-Behörde wiederhergestellt und an die Außenstelle in Halle übergeben. Dort werden sie derzeit gesichtet und archiviert.

"Damit schließen wir eine große Lücke in unserem Bestand", sagt Außenstellen-Leiterin Marit Krätzer. Sie betont die Bedeutung der Akten. "Noch nie konnten wir eine so große Menge rekonstruierter Dokumente einer Kreisdienststelle in unser Archiv aufnehmen." Die Unterlagen seien sehr wichtig für die Aufarbeitung der Stasi-Geschichte im ehemaligen Bezirk Halle. "Viele Bürger können durch sie Klarheit darüber bekommen, was der DDR-Staat über sie wusste." Die rekonstruierten Akten werden in den nächsten Wochen in die Datenbanken der Behörde eingearbeitet und damit wieder nutzbar.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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