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LINKE-Fraktionschef Wolf: Berliner Olympia-Bewerbung wäre Verzweiflungstat

Archivmeldung vom 07.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Udo Wolf (2012)
Udo Wolf (2012)

Foto: Urheber
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In der Debatte um eine mögliche Olympiabewerbung Berlins äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Abgeordnetenhaus, Udo Wolf, skeptisch ob der Kosten, die auf die hoch verschuldete Stadt zukommen könnten. "Olympia ist eine schöne Idee. Aber man muss sich das auch leisten können", sagte Wolf gegenüber der in Berlin erscheinenden Tagezeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe).

In Bezug auf die bisherige Bilanz der rot-schwarzen Regierungskoalition sprach Wolf von einer Bewerbung "aus politischer Verzweiflung". Die gescheiterten Senatspläne zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes und die nach wie vor ungewisse Fertigstellung des Flughafens BER seien Niederlagen, von denen der Senat mit einer Olympiabewerbung abgelenken wolle. "Die Koalition brauchte ein neues Thema, um sich noch ein weiteres Jahr zu tragen", so Wolf.

Die vorhandenen Berliner Sportstätten olympiatauglich und kostenintensiv zu modernisieren, hat für den Fraktionschef bei den momentan zu bewältigenden Aufgaben in der Hauptstadt keine Priorität. "Wichtiger ist doch, dass überhaupt so etwas wie Schulschwimmen stattfinden kann. Bei den Berliner Bäderbetrieben gibt es einen Sanierungsstau von 90 Millionen Euro. Ähnliches gilt für Brücken und Straßen. Überdies gibt es ein riesengroßes Problem bei der Finanzierung des öffentlichen Dienstes", sagte Wolf.

Quelle: neues deutschland (ots)

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