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Warnung vor wirtschaftlichem Schaden für Dresden durch Pegida

Archivmeldung vom 26.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Bild: Caruso Pinguin, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Caruso Pinguin, on Flickr CC BY-SA 2.0

Politiker und Wissenschaftler haben vor einem wirtschaftlichen Schaden für den Standort Sachsen durch die Pegida-Proteste gewarnt. "Für den Freistaat ist längst ein massiver wirtschaftlicher und kultureller Schaden eingetreten", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) der "Welt am Sonntag".

"Internationale Wissenschaftler und Fachkräfte sind nur noch schwer für Sachsen zu gewinnen", fügte Dulig hinzu. "Sachsen dürfte für Jahre im Ausland als wenig attraktiver Standort wahrgenommen werden", fürchtete auch der Ökonom Oliver Holtemöller vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle.

"Fremdenfeindlichkeit führt dazu, dass weniger qualifizierte Migranten mit Wahlmöglichkeiten kommen - oder bleiben." Besonders der Wissenschaftsstandort Dresden leide: "Wir haben ganz klar Einschränkungen durch Pegida", sagte in der "Welt am Sonntag" Liu Hao Tjeng, geschäftsführender Direktor am Dresdner Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe.

Vor Konferenzen, Besuchen oder in Bewerbungsgesprächen fragten ausländische Forscher, ob Dresden sicher sei. Auch der Rektor der TU Dresden, Hans Müller-Steinhagen, warnte: "Es gibt vereinzelt ausländische Wissenschaftler in Dresden, die sich wegen Pegida mit dem Gedanken tragen, ihre Verträge nicht zu verlängern."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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