Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Bundesagentur für Arbeit mahnt dringend zu Mäßigung in Debatte um Hartz IV

Bundesagentur für Arbeit mahnt dringend zu Mäßigung in Debatte um Hartz IV

Archivmeldung vom 30.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Grundrecht: Zensur verstiß bis 2017 gegen Gesetz - Jetzt ist sie wieder legalisiert worden
Grundrecht: Zensur verstiß bis 2017 gegen Gesetz - Jetzt ist sie wieder legalisiert worden

Bild: pixelio.de/Gerd Altmann

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) mahnt dringend zu Mäßigung in der Debatte um eine Reform der Grundsicherung Hartz IV. BA-Vorstand Valerie Holsboer sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Begriffe, die da jetzt verwendet werden, sind für uns und unsere Mitarbeiter die Hölle." Holsboer betonte, in den Jobcentern bemühten sich sehr viele Menschen jeden Tag intensiv um die Langzeitarbeitslosen. "Sie versuchen, sie zu aktivieren, zu qualifizieren, einzugliedern. Dazu sind Vertrauen und Offenheit der Kunden unabdingbar. Und da ist es alles andere als förderlich, ja sogar schädlich, wenn fälschlicherweise von Gängelung und Demütigung die Rede ist."

Holsboer forderte: "Diese unverantwortliche Stimmungsmache muss aufhören. Wir müssen wegkommen von der Stigmatisierung, die im Moment stattfindet. (...) Wir brauchen stattdessen wieder eine Atmosphäre des konstruktiven Miteinanders, wie wir sie hatten, bevor diese Debatte heiß gelaufen ist." Sie werbe um Respekt und Anerkennung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern. "Das ist ein anspruchsvoller und harter Job."

Bei den oftmals unterfinanzierten Jobcentern, die die Langzeitarbeitslosen betreuen, hat es nach den Worten von Holsboer eine Wende gegeben. "Für 2019 haben wir erstmals einen hinreichend ausgestatteten Haushalt für die Jobcenter." Jahrelang habe es eine klassische Mangelverwaltung gegeben, "weshalb wir immer wieder Geld, das formal für Eingliederungsmaßnahmen geplant war, in den Verwaltungsetat umschichten mussten, um unsere rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen, die mit den Kunden arbeiten". Das sei nun vorbei.

Der Gesamtetat für die Jobcenter, die die BA zusammen mit den Kommunen betreibt, wächst im kommenden Jahr um zehn Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Holsboer: "Das Budget für Eingliederungsleistungen steigt um 400 Millionen auf 4,9 Milliarden Euro. Das Verwaltungsbudget wird von 4,95 auf 5,5 Milliarden Euro angehoben."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

Videos
Impfen (Symbolbild)
Die Krankheitshersteller
Zirbeldrüsen-Kur
Algenglück für die Zirbeldrüse
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte acker in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige