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Grüne drängen auf Gesetz gegen Menschenhandel

Archivmeldung vom 20.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Volker Beck 2010 Bild: Mathias Schindler / de.wikipedia.org
Volker Beck 2010 Bild: Mathias Schindler / de.wikipedia.org

Seit zwei Jahren ist Deutschland die Umsetzung der EU-Menschenhandelsrichtlinie schuldig, die die Rechte von ausgebeuteten Menschen wie Zwangsprostituierten oder Zwangsarbeitern stärken soll: In einem eigenen Gesetzentwurf, aus dem die "Berliner Zeitung " zitiert, drängt die Grünen-Fraktion im Bundestag nun auf ein Gesetz gegen Menschenhandel.

Darin fordert sie unter anderem ein Aufenthaltsrecht für Opfer von Menschenhandel unabhängig davon, ob sie in einem Strafverfahren als Zeuge aussagen. Nur so könnten Betroffene und ihre Angehörigen auch in den Herkunftsländern effektiv geschützt werden, sagte der Grünen-Politiker Volker Beck der Zeitung. "So ermöglichen wir auch eine konsequentere Verfolgung der Täter – denn nur wer seine Angehörigen in Sicherheit weiß, kann alles tun, um die Täter zu überführen."

In dem Gesetzentwurf fordern die Grünen zudem mehr Kontrollen gegen Menschenhandel, die Erweiterung der Opferentschädigungsrechte, eine verbesserte Datenlage und einen Berichterstatter gegen Menschenhandel.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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