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ZDF-Affäre: FDP-Bundestagsfraktion fordert Aufklärung von CSU-Chef Seehofer

Archivmeldung vom 25.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Logo Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. (CSU)
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Der Verdacht der versuchten Einflussnahme durch den mittlerweile zurückgetretenen CSU-Parteisprecher Michael Strepp auf die SPD-Berichterstattung des ZDF hat zu Kritik des liberalen Koalitionspartners geführt.

"Sollte sich die Darstellung des ZDF nun bestätigen, handelt es sich bei dem Telefongespräch, das Strepp mit der `heute`-Redaktion des ZDF geführt hat keineswegs nur um eine folgenlose Dummheit, sondern um einen schweren Fall von Bedrohung der Rundfunkfreiheit", sagte Burkhardt Müller-Sönksen, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der Tageszeitung "Die Welt".

"Das Manöver, die Klärung der Angelegenheit dem CSU-Generalsekretär zu überantworten, bewerte ich als den Versuch von Parteichef Seehofer, eine Firewall um sich herum aufzubauen. Das wird nicht verfangen, Seehofer muss die Angelegenheit zur Chefsache machen", so der FDP-Politiker weiter. "Der bayerische CSU-Finanzminister Markus Söder hat Recht, wenn er sagt, das Parteichef Seehofer `im Zweifelsfall` handeln müsse. Dazu gehört auch, dass jetzt der Wortlaut von Strepps Telefonat mit der ZDF-heute-Redaktion seinen nachträglich Einlassungen gegenübergestellt wird", erklärte Müller-Sönksen.

Politikberater: Rücktritt von CSU-Sprecher "halbes Eingeständnis"

Der Rücktritt des CSU-Sprechers Hans Michael Strepp ist nach Ansicht des Politikberaters Michael Spreng ein "halbes Eingeständnis". Dies sagte Spreng am Donnerstag im Deutschlandfunk. Der Rücktritt des CSU-Sprechers komme "gerade noch rechtzeitig", so Spreng. "Er hätte eigentlich gestern schon zurücktreten müssen."

Mit dem Rücktritt sei die Affäre allerdings noch nicht beendet, so der Politikberater. "Man will ja wissen, was steckt dahinter: Hatte er eigenmächtig gehandelt, in einer Art vorauseilendem Gehorsam, oder hatte er den Auftrag dazu? Wenn er den Auftrag gehabt hätte, wäre es ein wirklicher Skandal", betonte Spreng, der den angeblichen Anruf Strepps beim ZDF überdies als "eine törichte und eine dumme Aktion" bezeichnete.

Am Donnerstag hatten die Christsozialen mitgeteilt, dass Strepp CSU-Chef Horst Seehofer darum gebeten habe, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Seehofer habe dieser Bitte entsprochen. Strepp soll am Wochenende beim ZDF angerufen und von dem Fernsehsender verlangt haben, nicht über den Landesparteitag der bayerischen SPD und die Kür des Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, für die bayerische Landtagswahl im kommenden Jahr zu berichten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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