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SPD-Vize Kühnert attackiert Immobilien-Mogul Akelius nach Kritik am Mietendeckel

Archivmeldung vom 29.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Jens Märker / pixelio.de
Bild: Jens Märker / pixelio.de

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Kevin Kühnert, hat Roger Akelius, den Gründer der Wohnungsfirma Akelius, nach dessen Kritik am Mietendeckel und der rot-rot-grünen Koalition in Berlin scharf angegriffen. "Demokratische Beschlüsse und Gesetze zum Diebstahl zu erklären ist eine beispiellose Entgleisung", sagte Kühnert dem "Tagesspiegel".

Kühnert weiter: "Hungernde Kinder in Kambodscha gegen Mieter:innen in Berlin auszuspielen, ist ein so absurdes Beispiel für Opferkonkurrenz, wie ich es selten erlebt habe." Der ehemalige Juso-Vorsitzende, der in Berlin für die SPD in den Bundestag will, sagte weiter: "Mit seinen höhnischen Äußerungen und Methoden befördert Akelius genau die aggressive Stimmung auf dem Berliner Wohnungsmarkt, die er beklagt.

Allen, denen etwas am sozialen Frieden in der Stadt gelegen ist, muss ein solcher verbaler Ausfall große Sorgen bereiten." Kühnert erklärte, dass Akelius andere moralische Vorstellungen von einem gerechten Wohnungsmarkt vertrete als er selbst und die Mehrheit der Berliner Mieterinnen und Mieter: "Dieser Konflikt, in dem Akelius mit seinem rücksichtslosen Profitstreben eine klare Minderheitsposition vertritt, kann nur politisch beantwortet werden."

Akelius hatte zuvor in einem Interview mit dem Tagesspiegel den Berliner Senat scharf angegriffen. Der 76 Jahre alte Schwede, dessen Firma über Stiftungen weltweit mehr als 44.000 Wohnungen besitzt, präsentiert sich darin als Wohltäter, der große Teile seines Kapitals nach eigenen Angaben für humanitäre Zwecke verwendet. Auf die Frage, warum sein Unternehmen dann nicht auch geringere Mieten in Berlin verlange, antwortete Akelius: "Soll die Stiftung lieber den rot-rot-grünen Aktivisten helfen, statt 200 Kinder in Kambodscha vor dem Verhungern zu bewahren? Was ist das für ein Vorschlag?" Die Firma Akelius basiere auf "solidem wirtschaftlichen Verhalten", Profite würden in eine Stiftung eingezahlt, die das Geld an ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen auszahlen würden. Mit dem Mietendeckel, und damit geringeren Einnahmen, hätte die Koalition seine Wohltätigkeit verhindert. "Rot-Rot-Grün stiehlt Geld von leidenden Kindern", sagte Akelius.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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