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Bundessuchtbeauftragter dringt auf Werbeverbot für Sportwetten

Archivmeldung vom 05.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Burkhard Blienert (2021)
Burkhard Blienert (2021)

Bild: Eigenes Werk /SB

Das "Bündnis gegen Sportwetten-Werbung" fordert die Einschränkung von Sportwetten-Werbung in Deutschland - und erhält dazu Unterstützung von dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkard Blienert. Die Werbung sei "für suchtgefährdende Angebote nie etwas Sinnvolles", sagte der SPD-Politiker "Ippen-Media".

Blienert wünscht sich "natürlich so wenig Werbung für Sportwetten wie möglich, am besten überhaupt keine". Es sei "eine ganz schlechte Entwicklung", dass Werbung und Sponsoring im Profifußball in den letzten Jahren eine so dominante Rolle eingenommen haben. "Man fragt sich ja schon fast, was eigentlich im Vordergrund steht, der Sport oder das große Wettbusiness."

Er fordert daher eine "vernünftige Werberegulierung für Sportwetten" schon vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Konkret: ein Verbot der Fernseh-, Rundfunk- und Internet-Werbung vor 21 Uhr, wie dies für Online-Casinos der Fall ist. "Damit würde zumindest der Jugendschutz ein Stück weit gestärkt." Sportwetten-Werbung wird in Deutschland durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt. Zuständig dafür sind die Länder. Das Sportwettengeschäft boomt, im Jahr 2021 machte allein der deutsche Markt 9,4 Milliarden Euro Umsatz: ein neuer Rekordwert. Zum Start der Bundesligasaison rückt Sportwetten-Werbung wieder in den Fokus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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