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Designierte SPD-Chefin hält 30 Prozent bei der nächsten Wahl für "gar nicht so verwegen"

Archivmeldung vom 21.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes

Foto: Manfred Brückels
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die designierte SPD-Vorsitzende Andrea Nahles ist "nicht besonders überrascht" von den miserablen Umfrageergebnissen für ihre Partei. "Woher sollten bessere Werte denn kommen - bei unserer Performance", sagte Nahles dem Hamburger Magazin stern. In den vergangenen Tagen stürzte die SPD in mehreren Umfragen auf 16 Prozent; in einer Erhebung lag sie sogar hinter der AfD. "Aus dem Tal kommen wir aber raus", so Nahles weiter. Das Ziel, bei der nächsten Bundestagswahl auf 30 Prozent zu kommen, bezeichnete sie als "gar nicht so verwegen."

"Wir haben jetzt hier noch die Chance auf der Schussfahrt zu wenden", sagte Nahles, die auch die SPD-Fraktion im Bundestag führt. Dazu brauche die SPD "beides, einen visionären Anspruch und eine kluge Alltagspolitik." Sie sei optimistisch, dass die SPD-Basis beim Mitgliederentscheid dem Gang in die Große Koalition zustimmen werde. Es sei allerdings ihr Ehrgeiz, die Mitglieder davon "zu überzeugen, dass die Regierung eine Chance ist für die SPD". Sie bekräftigte, dass die SPD die Regierung nicht nach zwei Jahren platzen lassen wolle. "Verlässlichkeit gehört auch zu dem Projekt. Die Leute wollen das Land ja nicht in die Hand von Hasardeuren geben."

Als "Mischung aus gelegentlicher Verzagtheit und mutigem Zukunftsoptimismus", beschrieb Nahles ihre Partei im Gespräch mit dem stern. "Momentan wirken viele von uns vielleicht wie eine Ansammlung von extrem routinierten und professionellen Regierungspolitikmachern. Wie ein rundgeschliffener Kiesel." Die Menschen müssten sich künftig wieder im positiven Sinne an der SPD reiben und sich "emotional bei uns zu Hause fühlen" können", so Nahles weiter. "Die SPD muss wieder mehr von einem Basalt haben als von einem Rheinkiesel."

Die 47-Jährige Politikerin soll auf einem Sonderparteitag am 22. April zur Nachfolgerin des zurückgetretenen Parteichefs Martin Schulz gewählt werden. Es sei "nicht schmeichelhaft für die SPD, dass es 154 Jahre gebraucht hat, bis eine Frau an die Spitze kommt", sagte Nahles dem stern. An das Amt gehe sie mit der Haltung: "Respekt ja, Bammel nein." Ihrer Partei versprach sie "eine neue Teamlogik" in der Parteiführung. Nahles: "Ich bin nicht der breitbeinige Typ, der alles besser weiß."

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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