Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Bundestagsvizepräsident Oppermann: Das Judentum gehört zu Deutschland

Bundestagsvizepräsident Oppermann: Das Judentum gehört zu Deutschland

Archivmeldung vom 19.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Davidstern: Juden bei NSL Studio unerwünscht. Bild: pixelio.de, FotoHiero
Davidstern: Juden bei NSL Studio unerwünscht. Bild: pixelio.de, FotoHiero

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann (SPD), hat den jüngsten Angriff auf Juden in Berlin scharf verurteilt. "Das Judentum gehört zu Deutschland. Wer das nicht akzeptiert, hat hier nichts verloren", sagte Oppermann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Es muss klar sein: Für Antisemitismus gibt es keinen Platz in Deutschland", hob der frühere Chef der SPD-Bundestagsfraktion hervor.

Zwei junge Juden mit Kippa waren am Dienstagabend im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg von einem arabisch sprechenden Mann antisemitisch beleidigt und mit einem Gürtel geschlagen worden. "Das ist ein gravierender Vorfall und leider kein Einzelfall", sagte Oppermann. Der Gefahr eines durch Zuwanderung erstarkenden Antisemitismus müsse die gleiche hohe Aufmerksamkeit zuteilwerden wie dem bestehenden Antisemitismus in Deutschland. "Einheimische müssen genau wie Einwanderer die Rechte Andersgläubiger respektieren", forderte der frühere Richter. "Viele arabische Jugendliche wachsen in einer antiisraelischen Grundstimmung auf und Rechtsextreme relativieren den Holocaust", beklagte Oppermann. Er sehe es daher als einen zentralen Auftrag aller Bildungsinstitutionen an, gegen Rassismus und Antisemitismus zu immunisieren. Der Sozialdemokrat forderte die Kultusminister der Länder auf, für die Schulen gezielt den Antisemitismus, seine Ursachen und seine Bekämpfung zum Gegenstand des Schulunterrichts zu machen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

Anzeige: