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SPD-Chef: Laschet muss CDU neu einen

Archivmeldung vom 18.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Norbert Walter-Borjans (2020)
Norbert Walter-Borjans (2020)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach Einschätzung des SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans ist die CDU nach der Wahl ihres neuen Parteivorsitzenden noch geraume Zeit intensiv mit sich selbst beschäftigt. "Es wird für Armin Laschet kein leichter Weg, in der CDU für Geschlossenheit zu sorgen und alle von seinem Weg zu überzeugen. Der Unterschied zwischen den Lagern war deutlich erkennbar", sagte Walter-Borjans der "Welt am Sonntag".

Die "Selbsteinladung des unterlegenen Kandidaten Merz auf den Posten des Wirtschaftsministers spricht Bände". Laschet könne jetzt "doch nur einknicken oder die Hälfte der Partei verprellen". Der SPD-Chef bietet Laschet eine konstruktive Zusammenarbeit in der Groko an, sagte aber, er werde "auch die harte Kontroverse" nicht scheuen. "Wir halten kein Streichholz an diese Koalition", so Walter-Borjans: "Aber eine Koalition ist keine Fusion."

Armin Laschet habe den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu einem großen Thema gemacht. "Wenn er das ernst nimmt, muss er auch mit uns darüber reden, dass wir den Sozialstaat weiterentwickeln", fordert der SPD-Vorsitzende. Im Wahlkampf zur Bundestagswahl werde die SPD auf Sieg spielen und die gesellschaftliche Mitte, die Laschet für sich reklamiere, in den Fokus nehmen. "Wir werden jedenfalls die wirkliche Mitte nicht aufgeben. Wir werden einen klaren Wahlkampf machen, in dem wir ganz besonders um die Stimmen der Niedrig- und Mittelverdienenden ringe n", kündigte Walter-Borjans an.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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