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Anwaltskanzlei findet Grünen-Fraktionschef Hofreiter auf Monsanto-Liste

Freigeschaltet am 18.09.2019 um 13:53 durch Andre Ott
Vertraulich, Geheim, Streng Geheim, nur zum Dienstgebrauch und Nicht öffentlich (Symbolbild)
Vertraulich, Geheim, Streng Geheim, nur zum Dienstgebrauch und Nicht öffentlich (Symbolbild)

Foto: GeoTrinity
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Überraschung in der Affäre um die Spitzellisten der Bayer-Tochter Monsanto. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter taucht nach Tagesspiegel-Informationen nun doch auf einer der Listen auf, in denen Monsanto wichtige Meinungsbildner aufgeführt hat.

Man habe seinen Namen auf "zusätzlichen Stakeholder-Listen gefunden", heißt es in einem Schreiben von Sidley Austin an Hofreiter. Diese Listen habe man im Rahmen der Untersuchung "identifiziert". Hofreiter will nun mehr wissen. "Mit einem solchen Brief werde ich mich nicht abspeisen lassen und auf die Herausgabe weiterer über mich gesammelter Informationen drängen", sagte er dem Tagesspiegel.

Es sei schlechter Stil, dass Bayer nur häppchenweise mit Informationen herausrücke und die möglicherweise Betroffenen im Unwissen lasse. "Wir fordern Bayer auf, die Listen für Deutschland sowie alle anderen europäischen Länder offen zu legen und für die Betroffenen zugänglich zu machen", sagte Hofreiter.

Monsanto hatte eine Stakeholder-Liste angelegt, um 2017 die Wiederzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat auf EU-Ebene durchzusetzen. Die Linken-Politiker Dietmar Bartsch und Kirsten Tackmann stehen auf der Liste, genauso wie die SPD-Fraktionsvizes Karl Lauterbach und Matthias Miersch, Ex-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), aber nicht Christian Schmidt (CSU), der damals als Agrarminister für die Verlängerung gestimmt hatte. Grünen-Politiker fehlten bislang auf der Stakeholder-Liste.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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