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EKD-Ratsvorsitzender Schneider lehnt Betreuungsgeld ab

Archivmeldung vom 16.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Nikolaus Schneider Bild: Joyborg at de.wikipedia
Nikolaus Schneider Bild: Joyborg at de.wikipedia

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, lehnt die Einführung des Betreuungsgelds ab. "Das Betreuungsgeld ist ein Fehler", sagte Schneider im Interview mit der "Welt".

Es gebe laut Schneider momentan "keine echte Wahl zwischen der Betreuung von Kindern zu Hause oder in der Kita oder bei Tagesmüttern. Wir müssen uns zuerst darauf konzentrieren, ausreichend Betreuungsangebote zu schaffen. Erst wenn das gelungen ist, könnte man eventuell ein Betreuungsgeld erwägen".

Zugleich sprach sich Schneider für eine Reduzierung des Ehegattensplittings aus. "Wir sollten ruhig darüber diskutieren, ob man das Ehegattensplitting aufgibt. Wo zwei Ehepartner für sich sehr gut verdienen, braucht man kein Splitting. Man könnte es auf ein bestimmtes Gesamteinkommen begrenzen", sagte Schneider.

Allerdings wandte sich der EKD-Ratsvorsitzende gegen eine vollständige Streichung des steuerlichen Splitting-Vorteils bei Verheirateten. "Bei niedrigeren Gehältern ist das Splitting ein sozialer Ausgleich, den ich befürworte." Positiv sieht Schneider die Ausweitung von Mütterrenten, wie sie in Teilen der Union gefordert wird: "Das ist ein zusätzliches Element, das man ernsthaft erwägen kann", sagte Schneider. Es sei "den Frauen gegenüber nicht gerecht", dass derzeit solche Mütterrenten "je nach Zeitpunkt der Geburt der Kinder willkürlich gezahlt" würden. "Hier sollte eine einheitliche Regelung angestrebt werden", forderte Schneider.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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