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Ostdebatte um Chefposten im Umweltbundesamt

Archivmeldung vom 11.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau, Aufnahme von 2011
Das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau, Aufnahme von 2011

Foto: M_H.DE
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Halle - Sachsen-Anhalts einzige Bundesbehörde, das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau (Uba), hat einen Chefposten zu vergeben - und aufs Neue entbrennt damit die Debatte um fehlende ostdeutsche Führungskräfte in der Bundesrepublik. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung.

Uba-Präsidentin Maria Krautzberger geht Ende 2019 mit 65 Jahren in den Ruhestand, ihr Posten wird vakant. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert nun "ein Zeichen" des Bundes: "Wo, wenn nicht in Dessau, sollte man nun auf die Forderung aller reagieren und Ostdeutsche auf Führungsposten setzen?", sagte er der MZ. Krautzberger ist in Bayern geboren. Mit Blick auf Dessau-Roßlau sagte Haseloff nun: "Geeignete Bewerber gibt es sicher genug. Darauf werde ich in Berlin hinweisen."

Auch Christian Hirte, Ostbeauftragter der Bundesregierung, sagte der MZ: "Wenn es einen geeigneten Bewerber aus den neuen Ländern gibt, sollte dieser nach meinem Dafürhalten bevorzugt behandelt werden." Der Osten müsse besondere Berücksichtigung finden. "Wenn wir es damit ernst meinen, geht es vor allem nicht um die Besetzung von einer Handvoll Spitzenjobs, sondern um die flächige Präsenz von Behörden im Osten", betonte Hirte. "Hier kann, will und muss die Bundesregierung künftig mehr Flagge zeigen."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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