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Mohrings Offenheit für Gespräche mit Linken stößt auf Kritik

Archivmeldung vom 28.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)

Bild: CFalk / pixelio.de

Die Offenheit des thüringischen CDU-Landesvorsitzenden Mike Mohring für Gespräche mit Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) über die künftige Regierung in dem Bundesland ist in der eignen Partei auf heftige Kritik gestoßen.

"Ich bin überrascht über diese Wende von Mike Mohring. Diese Debatte ist ein schwerer Fehler. Wir können nicht einfach eines unserer zentralen Versprechen über Bord werfen", sagte Mark Hauptmann, Vorsitzender der "Jungen Gruppe" in der Unions-Bundestagsfraktion, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Wir haben immer gesagt, dass wir weder mit der Linkspartei noch mit der AfD zusammenarbeiten wollen. Jetzt als Juniorpartner als Steigbügelhalter für die Linkspartei zu agieren – das ist nicht der Weg, den wir gehen sollten", so der Bundestagsabgeordnete aus Thüringen weiter.

"Wir würden als CDU völlig unglaubwürdig. Die CDU stünde dann nur noch für Beliebigkeit. Wir sehen ja auch, wo die SPD steht, nachdem sie sich vor fünf Jahren für die Linkspartei geöffnet hat. Das kann keine Blaupause für die CDU sein", sagte Hauptmann. Als Hauptgrund für die Niederlage bei der Landtagswahl in Thüringen nannte Hauptmann fehlendes Mannschaftsspiel. "Die starke Personalisierung des Wahlkampfs war ein Fehler. Die CDU hätte mehr als Team auftreten müssen, statt eine Person in den Vordergrund zu stellen", sagte er mit Blick auf die Kampagne von Spitzenkandidat Mohring. Außerdem gebe es bundespolitische Gründe.

"Angela Merkel ist für die CDU im Osten zu einer klaren Belastung geworden und Annegret Kramp-Karrenbauer ist zumindest keine Hilfe. Ohne einen inhaltlichen wie personellen Neuanfang werden wir auch künftig weiter verlieren", sagte Baumann. "Sowohl Friedrich Merz als auch Jens Spahn sind bei Wahlkampfveranstaltungen auf deutlich mehr Interesse der Bürger gestoßen als die Parteivorsitzende", fügte der Parlamentarier hinzu. Er forderte CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer indirekt auf, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten.

"Spätestens in einem Jahr entscheidet die Union über ihren Kanzlerkandidaten. Da muss es dann ein klares Signal geben, dass die Union bereit ist, sich zu verändern", sagte Hauptmann. "Für die Thüringer CDU ist das Ergebnis ein herber Schlag ins Kontor", sagte unterdessen Niedersachsens CDU-Landeschef Bernd Althusmann dem RND. Die Thüringer CDU müsse das Ergebnis nun ehrlich bewerten. "Eine sozialistische Partei zu tolerieren oder mit ihr womöglich zu koalieren, ist keine ernsthafte Option", so Althusmann weiter. "Verlässlichkeit ist die harte Währung unserer Politik. Es sollte bei einer klaren Ablehnung bleiben", forderte er. "Als CDU müssen wir raus aus der gefährlichen Komfortzone."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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