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Hein: Bundesregierung lernschwach bei PISA

Archivmeldung vom 07.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Fabian Pittich
Rosemarie Hein / Bild: bundestag.de
Rosemarie Hein / Bild: bundestag.de

"Es ist nicht hinnehmbar, dass insbesondere Schüler bei vergleichbaren sozialem Hintergrund in Abhängigkeit davon, welche Schule sie besuchen, Lernunterschiede von bis zu zwei Schuljahren aufweisen. Offensichtlich erweist sich die Bundesregierung selbst als lernschwache Schülerin, die dringend der Nachhilfe bedarf", so Rosemarie Hein zu den Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie. Die positive Beurteilung der PISA-Ergebnisse durch Heino von Meyer, Leiter des OECD Berlin Centre, teilt DIE LINKE nicht.

Die Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter: "Auch neun Jahre nach den niederschmetternden Ergebnissen der ersten PISA-Studie, hat sich nicht wirklich etwas verändert. Beim Lesen, der Schlüsselkompetenz für erfolgreiches Lernen, und bei der sozialen Gerechtigkeit in der Bildung, sind die Befunde immer noch erschreckend schlecht. Nach wie vor ist der Bildungserfolg, wie in kaum einem anderen Industrieland so stark von der sozialen Herkunft abhängig, wie in Deutschland. Eine zentrale Ursache für diese soziale Ungleichheit liegt nach der Studie im gegliederten Schulsystem begründet, welches die Kinder viel zu früh in eine für sie vermeintlich passende Schulform einsortiert.

Für eine Verbesserung der Bildungschancen und Bildungsergebnisse genügt es nicht, jährlich neue Programme, wie jetzt das Leseprogramm, zu erfinden. Auch ein Zentralabitur ist ungeeignet, die wesentlichen Nachteile des deutschen Bildungssystems zu beheben. Das ist ein Zentralismus durch die Hintertür. Vielmehr ist es erforderlich, auf der Grundlage der bundesweit einheitlichen Bildungsstandards endlich eine individuelle Förderung jedes Kindes in Gemeinschaftsschulen zu ermöglichen und auf die Zuweisung zu unterschiedlichen Bildungsgängen mit unterschiedlichen Bildungsniveaus zu verzichten. Die so erreichten Abschlüsse müssen dann in allen Ländern ohne Wenn und Aber anerkannt werden. In Deutschland muss endlich Schluss gemacht werden mit einem aus dem vergangenen Jahrhundert überkommenen Bildungssystem. Es ist ungeeignet, die Bildungserwartungen von Menschen im 21. Jahrhundert zu erfüllen."

Quelle: DIE LINKE

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