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Datenschützerin fordert mehr Investitionen in IT-Sicherheit

Archivmeldung vom 03.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Angesichts des Hackerangriffs auf das Datennetz des Bundes fordert die Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Marit Hansen, mehr Investitionen in den Schutz kritischer IT-Infrastrukturen. "Wie viele Weckrufe brauchen wir noch, bis die Politik umsteuert? Wir müssen in die Entwicklung sicherer Infrastrukturen investieren", sagte Hansen dem "Handelsblatt".

Hansen weiter: "Wenn selbst die Experten mit viel Fachkunde und Erfahrung in der IT-Sicherheit die Bundesnetze zurzeit nicht vor Angriffen schützen können, zeigt dies, wie brüchig das Fundament für die Informationsgesellschaft und unser vernetztes Leben ist." Risiken sieht Hansen etwa für digitale Zukunftstechnologien. "Wie sollen denn Connected Cars den Autoverkehr verlässlich meistern, wie können die Smart Homes abgesichert werden, was ist mit den sensiblen Anwendungen der Telemedizin, wenn unsere IT-Systeme so leicht angreifbar sind?", fragte die Datenschützerin.

Datenschutz und Sicherheit müssten daher von Anfang an eingebaut werden. "Hintertüren darf es nicht geben, blindes Vertrauen reicht nicht." Stattdessen muss aus Sicht Hansens die Komplexität der Systeme reduziert werden. "Überflüssige Funktionalität hat in sicherheitsrelevanten Komponenten nichts zu suchen, weil sonst Angriffsflächen entstehen", sagte die Expertin. Für die Sicherheitsüberprüfung der Systeme müsse die Offenlegung von Software und von Hardware zur Pflicht werden. "Überprüfungen müssen wirklich stattfinden, nicht nur theoretisch möglich sein", betonte sie. "Diese Verbesserungen", so Hansen, "brauchen wir nicht nur im Hochsicherheitsbereich, sondern auch in den IT-Produkten für Privatnutzer."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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