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Söder nach Lockdown-Beschluss zuversichtlich

Archivmeldung vom 14.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Markus Söder (2019)
Markus Söder (2019)

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach der Bund-Länder-Einigung auf einen harten Lockdown ist der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zuversichtlich, das Pandemie-Geschehen in Deutschland spürbar eindämmen zu können. "Es ist de facto fünf vor zwölf. Die Zahlen haben wieder enorm angezogen und zwar überall in Deutschland", sagte der CSU-Chef der RTL/n-tv-Redaktion.

Söder weiter: "Die Krankenhäuser laufen jetzt wirklich voll. Die Zahl der Todesfälle steigt ständig. Da kann man nicht einfach achselzuckend daneben stehen, da muss man handeln und zwar für alle gleich und klar: Keine 100 Ausnahmeregelungen, sondern konsequent." Das sei die einzige wirklich wirkungsvolle Möglichkeit, die man habe. "Im Moment ist es ja so, dass Deutschland fast auf dem Weg ist, das Sorgenkind Europas zu werden, weil es woanders durch konsequentere Lockdowns wieder runtergeht."

Lange konnten sich die 16 Bundesländer nicht auf einheitliche Regeln einigen. Söder zeigte sich erleichtert darüber, dass es jetzt gelungen ist: Die Coronakrise sei "eine nationale Herausforderung", die man jetzt endlich gemeinschaftlich angehe: "Und deswegen bin ich zwar sehr besorgt wegen Corona, aber ein bisschen erleichtert, weil jetzt alle mitziehen." Söder verteidigte die nächtlichen Ausgangssperren in Bayern: "Am Ende müssen wir die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen. Wir werden es über konsequente Bußgelder machen. Es wird auch konsequente Kontrollen geben." In Bayern soll es eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und fünf Uhr morgens geben. "Da darf man nur noch aus einem extrem triftigen Grund raus, zum Beispiel ein medizinischer Notfall oder man arbeitet nachts." Wichtig sei, das Risiko durch private Kontakte und Partys zu reduzieren. "Es wird doch mal möglich sein, für ein paar Wochen das Ganze etwas langsamer anzugehen bei einer nationalen Katastrophe", so Söder.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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