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NRW: Grüne geben Linke Mitschuld an Ausschreitungen bei Anti-Israel-Demo

Archivmeldung vom 21.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Sven Lehmann Bild: gruene-nrw.de
Sven Lehmann Bild: gruene-nrw.de

Die NRW-Grünen haben eine anti-israelische Kundgebung in Essen scharf kritisiert und der Linkspartei eine Mitschuld an den Ausschreitungen gegeben. "Friedensdemos sind nicht friedlich, wenn Juden beschimpft werden und Synagogen in Gefahr sind", sagte Grünen-Landeschef Sven Lehmann der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Die Linkspartei trage Verantwortung für Krawalle bei dieser Kundgebung. "Sie hat mit ihrem einseitigen Aufruf massiv gezündelt. Die Geister, die sie rief, waren offenbar auch Antisemiten, Islamisten und Neonazis", so Lehmann weiter. Die NRW-Grünen würden sich nur an Veranstaltungen zum eskalierenden Nahost-Konflikt beteiligen, "die Dialog und friedliche Lösungen zum Ziel haben".

Am Freitag hatten in Essen rund 1.000 Menschen gegen die Bombardierung des Gazastreifens durch Israel demonstriert. Der Protest wurde von der Jugendorganisation der Linkspartei organisiert. Die Polizei nahm 14 Personen fest, die möglicherweise einen Anschlag auf die Alte Synagoge in der Essener Innenstadt planten. Die NRW-Grünen kritisieren laut Lehmann zwar weiterhin die Siedlungspolitik und Bodenoffensive Israels, betonen aber zugleich das Selbstverteidigungsrecht des Landes gegen die militant-islamische Hamas.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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