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Grüne: Provisionen bei Lebensversicherungen abschaffen

Archivmeldung vom 20.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Lebensversicherungen dürfen höchstrichterlich als "Legaler Betrug" bezeichnet werden, da sie es sind.
Lebensversicherungen dürfen höchstrichterlich als "Legaler Betrug" bezeichnet werden, da sie es sind.

Bild: Uwe Schlick / pixelio.de

Die Grünen im Bundestag fordern, Provisionen im Geschäft mit Lebensversicherungen abzuschaffen. "Finanzberatung sollte sich ausschließlich an den Interessen der Anleger orientieren. Großbritannien und die Niederlande haben deshalb Provisionen verboten", sagte Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Provisionen für Versicherungsvermittler zu deckeln. Schick hält diesen Ansatz nur für einen ersten Schritt. "Insgesamt überzeugt er nicht, zumal ein Deckel gerne umgangen wird, wie wir von der Privaten Krankenversicherung wissen."

Das Provisionsmodell funktioniert so: Schließt der Kunde einen Versicherungsvertrag für ein bestimmtes Produkt ab, erhält der Vermittler vom Produktanbieter einen festgelegten Prozentanteil. An den teilweise hohen Provisionen entzündet sich seit Langem Kritik. Schick sagte: "Der Interessenkonflikt ist offensichtlich. Wenn Menschen über Provisionen ihren Lebensunterhalt verdienen, besteht der Anreiz, den Kunden auch schlechte und teure Produkte zu verkaufen." In der Vergangenheit seien solche Policen immer wieder an die Kunden gebracht worden, die oftmals unkundig seien.

Der Versicherungswirtschaft geht bereits die von der Bundesregierung erwogene Deckelung zu weit. "Wir lehnen einen Provisionsdeckel ab. Staatliche Eingriffe sind aus unserer Sicht nie das Mittel der ersten Wahl", sagte ein Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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