Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Bundesregierung sagt Pläne für zentrale Weiterbildungsplattform ab

Bundesregierung sagt Pläne für zentrale Weiterbildungsplattform ab

Archivmeldung vom 25.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Anja Karliczek (2014), Archivbild
Anja Karliczek (2014), Archivbild

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Anders als geplant will die Bundesregierung doch keine neue zentrale Weiterbildungsplattform einrichten. Das geht aus der Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, über die das "Handelsblatt" berichtet.

Noch Ende 2018 hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) das Projekt "Milla" der Unionsfraktion als "interessanten Vorschlag" für ein Modul der "nationalen Weiterbildungsstrategie" bezeichnet. Nun heißt es, man prüfe "ergebnisoffen" diverse Möglichkeiten, konkretere Angaben seien nicht möglich. Die nationale Weiterbildungsstrategie solle "voraussichtlich im Sommer 2019" vorliegen.

"Milla" – Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle – sollte nach dem Plan der CDU, "die Wende in der Weiterbildung" bringen. Mit jährlich drei Milliarden Euro sollte die Plattform möglichst viele Angebote bündeln und zertifizieren. Als Anreiz sollten Bürger Prämien für erfolgreiche Teilnahmen an den Kursen erhalten. "Die lautstarke Ankündigung von Milla war offenbar viel heiße Luft um nichts", sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Jens Brandenburg, dem "Handelsblatt". Ohne Ziel und "ohne Plan" stehe die Bundesregierung vor "tiefgreifenden Veränderungen der Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt". Dass Karliczek das "Zukunftsthema Weiterbildung allein dem Arbeitsminister" Hubertus Heil (SPD) überlasse, "ist eine Schande", so Brandenburg weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: