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Große regionale Unterschiede bei Arbeitslosigkeit von Ausländern - Untersuchung des DGB

Archivmeldung vom 23.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Bei der Arbeitslosigkeit von Ausländern und Flüchtlingen gibt es nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" große regionale Unterschiede. So seien 86 Prozent der Betroffenen in den alten Bundesländern registriert. In den neuen Ländern wurden dagegen zur Jahresmitte lediglich 77.700 arbeitslose Personen mit ausländischem Pass gezählt. Im Westen waren es zur gleichen Zeit 472.600. Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine aktuelle Untersuchung des DGB.

Demnach gibt es auch ein großes Stadt-Land-Gefälle. So leben in den kreisfreien Großstädten mit mindestens 100.000 Einwohnern insgesamt 29 Prozent der Bevölkerung, aber fast 40 Prozent aller Arbeitslosen. Von den arbeitslosen Ausländern sind es sogar mehr als die Hälfte. "Soweit Ausländer und anerkannte Flüchtlinge bisher einen Job finden, ist dies häufig nur eine Helfertätigkeit oder eine befristete Stelle", sagte der Arbeitsmarktexperte beim DGB, Wilhelm Adamy, der Zeitung.

Den Daten zufolge waren im vergangenen Monat insgesamt rund 560.000 Personen mit ausländischem Pass als arbeitslos registriert. Das entspricht einem Anteil von 21,2 Prozent an allen Erwerbslosen. Nur eine kleinere Gruppe erhält Arbeitslosengeld. Entsprechend hoch ist das Risiko, in Hartz IV zu landen. Laut Studie war im August jeder Vierte der insgesamt 4,4 Millionen Hilfeempfänger im erwerbsfähigen Alter ein Ausländer.

Die Zahlen der Untersuchung zeigten deutlich, dass Flüchtlinge eine schnelle und intensive Förderung bräuchten, um rasch Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden, meinte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Dabei müsse die Qualifizierung und Integration in gute Arbeit absolute Priorität haben, betonte Buntenbach.

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)

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