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Familienministerin verteidigt Demokratie-Programme

Archivmeldung vom 23.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Franziska Giffey (2018)
Franziska Giffey (2018)

Foto: Martin Kraft
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die umstrittene Neuaufstellung ihres Förderprogramms "Demokratie leben" verteidigt. Das Programm sei "auch Opfer seines eigenen Erfolges geworden", sagte Giffey der "Süddeutschen Zeitung".

Zivilgesellschaftliche Organisationen hatten zuletzt beklagt, dass wegen einer Umschichtung der Mittel künftig deutlich weniger Modellprojekte vom Bund gefördert würden als bisher. Für die neue Förderperiode ab 2020 hätten sich 1.000 Modellprojekte beworben, so viele wie noch nie, so Giffey. Viele Organisationen hätten auch ihre bisherigen Projekte einfach fortführen wollen. "Der Bund darf aber nur innovative, modellhafte Projekte zeitlich befristet fördern. Letztlich werden wir rund 150 Modellprojekte unterstützen."

Sie hätten zudem entschieden, dass die einzelnen Modellprojekte künftig bis zu 200.000 Euro im Jahr bekämen, statt wie bisher nur 130.000. "Weniger Gießkanne, mehr gezielte Wirkung", sagte Giffey. Hinzu kämen außerdem noch Mittel für 16 Landesdemokratiezentren, 14 bundesweite Kompetenznetzwerke und 300 kommunale Partnerschaften für Demokratie. Giffey zeigte sich optimistisch, mit der Union eine Einigung über eine dauerhafte Förderung von Anti-Extremismus-Projekten durch den Bund hinzubekommen.

"Mein Vorschlag dafür ist ein Demokratiefördergesetz", sagte sie der Zeitung. Bislang ist die Union dagegen. Giffey sagte nun aber, nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle habe Innenminister Horst Seehofer (CSU) ihr signalisiert, dass er offen für dieses Anliegen sei. "Er ist überzeugt davon, dass zur Sicherheit nicht nur konsequente Strafverfolgung gehört, sondern auch Prävention." Sie arbeiteten dafür gemeinsam "an den weiteren konkreten Schritten". Gefragt danach, ob der Druck auf sie wachse, für ihre Partei als nächste Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu kandidieren, sagte Giffey: "Noch hat keiner Druck aufgebaut. Kommt Zeit, kommt Rat."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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