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Susanne Neumann gestorben

Archivmeldung vom 15.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Durch eine Talkshow und klare Worte an den einstigen SPD-Chef Sigmar Gabriel wurde sie bekannt. Auch war sie eines der frühen Mitglieder in der Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Im Dezember trat sie schließlich aus der SPD aus. Nun ist die streitbare Ex-Putzfrau aus Gelsenkirchen überraschend verstorben, teilt Sputnik mit.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins: "Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Susanne Neumann durch ihren Auftritt am 17. April 2016 bei „Anne Will“ bekannt. Damals ging es um das Thema „Heute kleiner Lohn, morgen Altersarmut – versagt der Sozialstaat?“. Kurz darauf trat sie der SPD bei. Mediale Aufmerksamkeit erlangte Neumann auch durch ein öffentliches Gespräch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel über Altersarmut und soziale Ungerechtigkeit. Hier gab die ehemalige Putzkraft dem SPD-Chef ordentlich Contra und kritisierte das nach ihrer Ansicht fehlende Engagement der SPD für soziale Gerechtigkeit.

Bereits seit frühen Zeiten kämpfte „Susi“ Neumann für ein sozial gerechteres System in Deutschland. Sie war Gewerkschafterin und Bezirksvorsitzende in der IG Bauen-Agrar-Umwelt für den Kreis Emscher-Lippe in NRW. Sie nahm regelmäßig an Streiks teil, dort fiel die 1959 in Gelsenkirchen geborene Neumann vor allem durch ihre Kreativität auf: Mit einer „Putzolympiade“ und einem „Klobürstenweitwurf“ wollte sie auf die teils prekären Verhältnisse in der Reinigungsbranche aufmerksam machen.

Zuletzt zeigte sich Susanne Neumann enttäuscht von der Entwicklung ihrer SPD. Sie warb für die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht und trat im Dezember 2018 schließlich aus der sozialdemokratischen Partei aus. Die "Schlipsträger" in der einstigen Arbeiterpartei seien auf dem falschen Weg, sagte die Frau aus dem Ruhrgebiet zu ihrer Entscheidung. Nun ist die 59-jährige Susanne Neumann überraschend verstorben. Über die genauen Hintergründe ist bislang noch nichts bekannt."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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