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Soziales Verband: Teilhabepaket ist ein bürokratisches Monster

Archivmeldung vom 24.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bürokratie...
Bürokratie...

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes bekommen in Sachsen-Anhalt nur zehn Prozent der Sechs- bis 14-Jährigen, die Hartz IV beziehen, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Mit diesem Geld sollen Ausgaben wie Vereinsbeiträge, Musikschulgebühren oder die Kosten einer Ferienfreizeit abgedeckt werden. Bundesweit liegt der Wert bei 15 Prozent. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung.

"Es ist ein Armutszeugnis, wenn neun von zehn jungen Menschen der Zugang zu kulturellen und sportlichen Angeboten verwehrt wird", meint Nicole Anger, die beim Paritätischen Landesverband Referentin für frühkindliche Bildung und Jugendhilfe ist. Aus ihrer Sicht liegt die geringe Inanspruchnahme der Leistungen an zu aufwendigen Verfahren: "Das Teilhabepaket ist ein bürokratisches Monster." Für jede Leistung müsse ein Antrag gestellt werden. Gerade für arme Menschen, die oft auch eine geringer Bildung haben, sei das eine Hürde. Außerdem müssten sich Betroffene als bedürftig outen. "Das ist eine zusätzliche Stigmatisierung", so die Referentin.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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