Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Ehemaliger Bundesrichter Wolfgang Neskovic: "Transitzonen sind politische Mißgeburt"

Ehemaliger Bundesrichter Wolfgang Neskovic: "Transitzonen sind politische Mißgeburt"

Archivmeldung vom 13.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wolfgang Nešković ‡ (2009)
Wolfgang Nešković ‡ (2009)

Foto: dielinke_sachsen
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof, Wolfgang Neskovic, hat die mögliche Einführung von Transitzonen für Flüchtlinge hefitg kritisiert.

Im rbb-Inforadio sagte er am Dienstag: "Das ist eine politische Mißgeburt. Die Idee dient dazu, den Frieden zwischen CDU und CSU wiederherzustellen. Die eigentlichen Probleme, die damit einhergehen, werden nicht gesehen."

Die Bedenken der SPD seien voll berechtigt. Die Zonen seien nicht mit dem Schengen-Abkommen vereinbar: "Das Abkommen lebt von einer vereinbarten Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union." Es sei zwar für eine zeitlich befristete Zeit möglich, wieder Grenzkontrollen einzuführen. Das Flüchtlingsproblem dürfte jedoch nicht auf eine vorübergehende Zeit ausgerichtet sein, so Neskovic.

Neskovic sagte weiter: "Das Festsetzen von Flüchtlingen in diesen Zonen ist eine Freiheitsentziehung nach Art. 104 Grundgesetz. (...) Dafür muss es eine Rechtsgrundlage geben, die auch verhältnismäßig ist. (...) Und jede einzelne Maßnahme muss durch einen Richter genehmigt werden. Da kann ich mir gar nicht vorstellen, wo wir diese Anzahl von Richtern hernehmen sollen?"

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

Videos
Inelia Benz Okt. 2019
Inelia Benz: Updates über den "Split" im menschlichen Kollektiv
Coronavirus (Symbolbild)
Und wenn es klar würde, dass Covid-19 nicht existiert ...
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte kebab in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen