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Gysi will 2014 Rot-Rot-Grün im Osten

Archivmeldung vom 26.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Gregor Gysi Bild: Gregor Gysi
Gregor Gysi Bild: Gregor Gysi

Sollte die Große Koalition noch scheitern, glauben weder Grüne noch Linkspartei derzeit an neue Bündnisse mit ihren Parteien auf Bundesebene. Das betonten die Fraktionschefs von Linkspartei und Grünen, Gregor Gysi und Anton Hofreiter, im Doppel-Interview mit "Bild" und "bild.de".

Hofreiter sagte gegenüber "Bild": "Platzt die Große Koalition, wäre die SPD eine enthauptete Partei. Wer von denen könnte dann noch eine Regierung führen? Ich glaube derzeit nicht an Rot-Rot-Grün im Bund." Gregor Gysi will Rot-Rot-Grün im kommenden Jahr auf Landesebene testen. "Die angekündigte Öffnung der SPD zur Linkspartei prüfen wir 2014 bei den Landtagswahlen im Osten", sagte Gysi gegenüber "Bild". "Es kann in Thüringen und Sachsen Rot-Rot-Grün geben, wenn die Linke als größte Partei den Ministerpräsidenten stellt!"

Im Bund sei die Linke derzeit nicht regierungsfähig, kritisierte der Grünen-Fraktionschef. Bis dahin müsse die Linke noch "einen langen Weg zurücklegen". Hofreiter: "Sie müsste vor allem ihr Verhältnis zu Israel klären und aufhören, über europäische Solidarität nur zu reden, aber sie nie zu praktizieren. So kann man Deutschland nicht regieren."

Gysi betonte: "Wir wollen Israel und Palästina. Sie wollen die Banken retten, wir die Leute." Ob die Grünen einen Linken Ministerpräsidenten mittrage, werde im jeweiligen Landesverband entschieden. Hofreiter: "Eine pauschale Zusage für ein Bündnis mit der Linken gibt es von uns nicht!"

Auch die Linksfraktion betont ihre Eigenständigkeit innerhalb der Opposition. Gysi sagte gegenüber "Bild": "Es gibt keine Koalition in der Opposition. Trotzdem werden wir gemeinsam Beschlüsse fassen und gemeinsam gegen den Block aus 80-Prozent-Übermacht und Arroganz auftreten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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