Regierungssprecher bestätigt indirekt Merz-Warnung vor Bild-Zeitung
Archivmeldung vom 09.07.2025
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2025 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Unbekannt / Eigenes Werk
Regierungssprecher Stefan Kornelius hat indirekt bestätigt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) intern davor gewarnt hat, politische Forderungen an die Bundesregierung per Bild-Zeitungs-Interview zu erheben. "Die Äußerungen des Kanzlers wurden im internen Kreis ausgesprochen", sagte Kornelius am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.
Er betonte: Der Bundeskanzler habe entsprechende Äußerungen nicht
öffentlich ausgesprochen, deswegen wollte der Regierungssprecher den
Vorgang nicht weiter kommentieren.
Die "Bild-Zeitung" selbst in
ihrer Dienstagausgabe geschrieben, der Bundeskanzler habe seine
Parteifreunde aufgefordert, nicht mit der Zeitung zu sprechen, wenn sie
wollten, dass ihre Forderungen erfüllt würden. Mehrere Unions-Vertreter
sollen der Zeitung gesagt haben, die Aussage sei insbesondere als
Seitenhieb gegen die Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (NRW) und Boris
Rhein (Hessen), beide CDU, zu verstehen gewesen. Beide hatten per
"Bild-Zeitung" eine Senkung der Stromsteuer für alle gefordert, so wie
es ursprünglich auch im Koalitionsvertrag vereinbart gewesen war.
Quelle: dts Nachrichtenagentur