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Fussek kritisiert Bundestagswahlkämpfer: Besser mal unangemeldet im Pflegeheim vorbeischauen

Archivmeldung vom 13.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Pflegekritiker und Buchautor Claus Fussek geht mit den Bundestagskandidaten und deren Wahlkampf in Sachen Pflege hart ins Gericht: "Jeder Politiker, der es ehrlich mit diesem Thema und der Personengruppe meint, sollte in seinem Wahlkreis zum Beispiel mal an einem Wochenende oder nachts unangemeldet in einem Pflegeheim vorbeischauen", sagte der 60-Jährige in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

In den verbreiteten angemeldeten und leider auch manchmal geschönten Besuchen würde vielfach nicht die realistische Situation in den Alten- und Pflegeheimen deutlich. Mit Blick auf die ablaufende Legislaturperiode stellt der Diplom-Sozialpädagoge dem Gesundheitsminister Daniel Bahr und dessen Vorgänger Philipp Rösler (beide FDP) ein schlechtes Zeugnis aus: "Setzen, sechs." Beide hätten allenfalls kaum wahrgenommene Reförmchen auf den Weg gebracht. Fussek weiter: "Aber es hat ja nie einen richtigen Aufschrei in der Bevölkerung gegeben. Niemand hat wegen der Pflege-Politik den Rücktritt von Bahr oder Rösler gefordert. Ich hätte mir darüber hinaus gewünscht, dass Bundespräsident Joachim Gauck nach seinem Amtsantritt das Thema Pflege zur Schicksalsfrage der Nation erklärt hätte."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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