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Metall-Arbeitgeber mahnen Bundesregierung in Flüchtlingskrise zum Handeln

Archivmeldung vom 10.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Wiesbaden112.de, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Wiesbaden112.de, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der Arbeitgeber in der Metall und Elektroindustrie drängen die Bundesregierung, "vernünftige, funktionierende Strukturen" zur Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge zu schaffen. Gesamtmetallchef Rainer Dulger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", freiwillige Helfer hätten in den letzten Wochen und Monaten viel geleistet. Aus kleinen Betrieben gebe es aber mittlerweile kritische Stimmen, dass sie nicht mehr in der Lage seien, die Helfer weiter in der bisherigen Form freizustellen. Dulger: "Die kommen ja auch völlig erschöpft und müde morgens am Arbeitsplatz an nach einem intensiven Wochenende oder nach intensiven Hilfstagen. Das ist ein Zustand, den wir sicherlich nicht lange durchhalten."

Der Verbandspräsident forderte außerdem "genauere Analysen, wer denn derzeit aus welchem Land zu uns kommt. Da hört man unterschiedliche Versionen." Zudem stelle sich die Frage nach der Qualifikation. "Wie viele sind gut oder schlecht ausgebildet, wie viele sind Analphabeten?" fragte Dulger und betonte: "Ich habe da Zahlen gehört, die erschreckend sind." Eines sei aber schon jetzt klar: In unserer Industriegesellschaft gebe es immer weniger einfache Tätigkeiten für Beschäftigte ohne Ausbildung. "Wenn wir jetzt viele unqualifizierte und ungelernte Hilfskräfte in unser Land holen, dann werden wir Probleme haben, die zu beschäftigen."

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt forderte Dulger ein Einwanderungs- oder Zuwanderungsgesetz, am besten noch in dieser Legislaturperiode. "Wir müssen dringend nach außen signalisieren, wen wir suchen", sagte der Arbeitgeberpräsident. Das Gesetz müsse klar machen, "welche Qualifikationen gesucht werden und auch deutlich sagen, dass man niemanden gebrauchen kann, wenn der Arbeitsmarkt sich einmal schwach entwickelt."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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