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NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart: 50 Prozent mehr Windkraft in den nächsten fünf Jahren

Archivmeldung vom 02.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Rodung von Naturschutzgebiet: Wälder werden auch durch die Menschen beispielsweise für neue Windkraftanlagen zerstört. (Symbolbild)
Rodung von Naturschutzgebiet: Wälder werden auch durch die Menschen beispielsweise für neue Windkraftanlagen zerstört. (Symbolbild)

Bild: TiM Caspary / pixelio.de

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinktwart (FDP) hat seine Energiepolitik weiter konkretisiert. Er halte einen Ausbau der Windkraft in den nächsten fünf Jahren um rund 50 Prozent für realisitisch, sagte Pinkwart der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen". Bislang gibt es in NRW rund 5.500 MW Strom aus Windkraft.

Pinkwart hatte zuletzt Irritationen ausgelöst, als er vom WDR mit der Aussage zitiert wurde, die Windkraft-Kapazitäten in NRW sollten in den kommenden fünf Jahren verdoppelt werden. Einen Tag später betonte er, es gebe ein theoretisches Potenzial für eine Verdoppelung der Kapazitäten - auch nach der Einführung eines Abstandsgebot zu Wohnsiedlungen von 1.500 Metern und der Streichung der bevorzugten Behandlung von Windanlagen in Waldgebieten. Für beides setzt sich die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung ein.

Pinkwart kündigte außerdem eine Offensive der Landesregierung für Photovoltaik (PV) an. Dazu gehöre der Einsatz der Solartechnik auf Dächern der landeseigenen Gebäude, die Erlaubnis für einen Einsatz von Photovoltaik auf Dächern von Baudenkmälern sowie eine Kampagne für mehr Photovoltaik auf Dachflächen von großen Mietshäusern oder privaten Wohnhäusern. "Wir wollen weg von der einseitigen Ausrichtung auf die Windenergie", sagte Pinkwart. Eine neue Studie belege, dass es in NRW ein Potenzial von 65 Terrawattstunden Strom aus Photovoltaik auf Gebäudedächern gebe. Es würden zurzeit aber nur zehn Prozent davon genutzt.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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