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ver.di-Chef fordert Möglichkeit zum Homeoffice für alle - "wo immer das möglich ist"

Archivmeldung vom 08.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer in Berlin
ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer in Berlin

Foto: Beek100
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Werneke, fordert eine Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten in der Coronavirus-Pandemie das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. "Wenn es darum geht, die Arbeitgeber dazu zu verpflichten, bin ich dabei", sagte der ver.di-Chef im stern-Interview.

Statt nur an die Unternehmen zu appellieren, könne die Bundesregierung "mit einer verbindlicheren Formulierung der Arbeitgeberseite eine eindeutige Regelung auferlegen, die im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist", so Wernecke weiter. Die Betriebe seien in der Pflicht, für einen möglichst wirksamen Infektionsschutz zu sorgen. Dazu gehöre in der jetzigen Phase der Pandemie das Arbeiten von daheim aus - "wo immer das möglich ist".

Der Gewerkschaftschef warnte jedoch davor, Beschäftigte zum Arbeiten zu Hause zu verpflichten. "Viele Menschen, die mobil arbeiten, müssen stark improvisieren, haben vielleicht nicht einmal genug Platz für einen Schreibtisch. Das funktioniert mitunter mehr schlecht als recht."

"Der Großteil der Betriebe, in denen es überhaupt möglich ist, hat auf mobiles Arbeiten umgestellt - da wo es geht", erklärte der ver.di-Vorsitzende. Er stellte aber - auch mit Bezug auf den Infektionsschutz - fest: "Es gibt einen gewissen Anteil von Arbeitgebern, die ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten nicht gerecht werden."

Hintergrund für die Diskussion über eine sogenannte Homeoffice-Pflicht sind die weiterhin hohen Zahlen an täglichen Neuansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland und die weitgehend ungeklärten Infektionsumfelder. In der vergangenen Woche (Kalenderwoche 53) konnten laut Robert-Koch-Institut (RKI) 569 Ausbrüche auf Arbeitsplätze zurückgeführt werden. "Nur etwa ein Sechstel der insgesamt gemeldeten Covid-19 Fälle kann einem Ausbruch zugeordnet werden", machte das RKI jedoch deutlich. Damit ist vollkommen unklar, ob die Rolle der Arbeitswelt beim Infektionsgeschehen in Deutschland deutlich größer ist als angenommen.

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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