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Zeitung: Verbände in NRW gegen Rückkehr zu Abitur in neun Jahren

Archivmeldung vom 23.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Sylvia Löhrmann Bild: nrw.de
Sylvia Löhrmann Bild: nrw.de

Eine Rückkehr zum Abitur in neun Jahren wird es in Nordrhein-Westfalen (NRW) voraussichtlich nicht geben. Das berichtet die "Westfalenpost" . In einem Empfehlungspapier, das dem Runden Tisch G8/G9, den NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) im Frühjahr eingerichtet hatte, in seiner Abschlusssitzung vorgelegt werden soll, hat sich die Mehrheit der beteiligten Verbände dagegen ausgesprochen, die viel kritisierte Verkürzung des Gymnasiums auf acht Jahre wieder zurückzunehmen.

Aus dem Schreiben zitiert die "Westfalenpost": Demnach haben sich die Experten auf zehn Empfehlungen verständigt, um G8 zu verbessern. Dazu zählen unter anderem die Vorgaben, die Hausaufgaben ebenso zu begrenzen wie die Zahl der Klassenarbeiten pro Woche. Der verpflichtende Nachmittagsunterricht soll eingeschränkt werden, sowohl an Gymnasien mit und ohne Ganztag, um außerschulischen Aktivitäten mehr Raum zu ermöglichen. "Wir sind mit diesem Papier recht zufrieden", sagte Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW, der Zeitung.

"Die Verbesserungsvorschläge stellen eine deutlichen Fortschritt dar", erklärte auch Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der GEW. Unzufrieden zeigt sich Marcus Hohenstein, Vertreter der Elterninitiative "G9 jetzt in NRW". Er kritisiert, dass es sich bei den Empfehlungen nur um "inhaltsleere Aussagen" handele, es keine wirklichen Verbesserungen gebe. So fürchtet er, dass die "schwammigen Formulierungen" für die Kinder keine spürbare Entlastung bei der Wochenstundenzahl erbringen, beim Nachmittagsunterricht, bei den Hausaufgaben oder der Zahl der Klassenarbeiten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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