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Nahles: Vielleicht sind wir doch noch nicht so gut, wie wir dachten

Archivmeldung vom 15.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Andrea Nahles Bild: spd.de
Andrea Nahles Bild: spd.de

Generalsekretärin Andrea Nahles sieht nach der geöffneten Linksoption ihrer Partei eine mögliche Rot-Rot-Grüne Machtoption mit großer Skepsis. Gegenüber der Leipziger Volkszeitung sagte Frau Nahles: "Wir schließen keine Koalition mehr aus, außer mit Rechtsextremisten. Aber das heißt ja nicht, dass sich die anderen Parteien auf eine stabile Regierung einlassen, die internationale Verträge auch anerkennt." Sie rechne damit, dass die Linkspartei "also einen größeren Schritt zu tun als die SPD".

Angesichts des Wahlergebnisses von nur 83,6 Prozent für SPD-Chef Sigmar Gabriel bei seiner Wiederwahl meinte Frau Nahles, "ich denke, das Ergebnis hat Sigmar Gabriel nicht wahnsinnig überrascht. Es herrscht eben eine gedämpfte Stimmung."

Die SPD habe klare Inhalte, beispielsweise die Forderung nach einem gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn. "Es kommt aber auch darauf an, wie wir das transportieren, wie wir auftreten." Und hinzu komme, "dass wir vielleicht einfach doch noch nicht so gut sind, wie wir selber dachten". Die SPD jedenfalls plane nicht auf Dauer eine große Koalition. Das führe zum Wachsen extremistischer Kräfte. "Es ist eine auf Zeit begrenzte Regierung, aber, wenn unsere Mitglieder Ja sagen, eine ernstgemeinte Koalition."

Quelle: Leipziger Volkszeitung (ots)

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