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Vattenfall-Chef lehnt Kohleabgabe ab

Archivmeldung vom 20.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Vattenfall Europe AG
Vattenfall Europe AG

Der Widerstand der Energieerzeuger gegen eine neue Kohleabgabe wächst: "Ich halte eine CO2-Strafsteuer für Kohlekraftwerke nicht für realistisch", sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall am Mittwoch dem "Handelsblatt". "Der Ausstieg aus der Kohleenergie läuft ohnehin schon. Gabriel will ihn nun in Deutschland drastisch beschleunigen. Doch sein Tempo ist zu hoch."

Hall hat sich bisher kaum in dieser Deutlichkeit zur geplanten Kohleabgabe geäußert. Sein Vorstoß kommt kurz vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Mittwoch, bei dem auch die Abgabe auf alte Kohlemeiler auf der Agenda steht. Mit der Abgabe soll der Energiesektor seinen Beitrag leisten, damit Deutschland sein Ziel einer Senkung der Klimagase bis 2020 um 40 Prozent doch noch erreicht. Auch der neu angepasste Vorschlag, nach dem die Kohlekraftwerke nur noch 16 Millionen Tonnen CO2-Reduzierung zum Klimaschutz beitragen sollen und die Höhe der Abgabe sich nach dem Börsenstrompreis richtet, überzeugt Hall nicht. "Wir sind generell gegen eine Strafsteuer, auch dann, wenn sich ihre Höhe an den Strompreis anpassen würde", sagte Hall. Vattenfall ziehe eine europäische Lösung vor, zum Beispiel eine rasche Wiederbelebung des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten, sagte Hall. Er verstehe zwar, dass dies der Bundesregierung nicht schnell genug gehen würde, die Klimaabgabe sei in seinen Augen aber der falsche Weg.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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