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Bär warnt vor "Ethik als Totschlagargument" gegen Innovationen

Archivmeldung vom 31.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Digitalisierung der Menschheit: Zwar ist so ein Mikrochip für jeden sehr praktisch - nur kann dieser zu politischem Machtmissbrauch genutzt werden (Symbolbild)
Digitalisierung der Menschheit: Zwar ist so ein Mikrochip für jeden sehr praktisch - nur kann dieser zu politischem Machtmissbrauch genutzt werden (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nachdem die Datenethikkommission ihren Bericht der Bundesregierung übergeben hat, warnt Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) vor Innovationshemmnissen. "Ich hoffe nicht, dass nun - wie in den letzten Jahren der Datenschutz - Ethik als Totschlagargument vorgeschoben wird, um Innovationen zu erschweren oder gar zu verhindern", sagte die Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Wenn etwa ein epileptischer Anfall eines Autofahrers durch Technologien vorhergesagt werden könne "darf Ethik nicht das Gegenargument sein". Sie fühle sich an die Debatte um die Volkszählung erinnert, die in den Achtzigerjahren tobte und als Triebfeder für das heutige Datenschutzrecht gilt. Den vergangene Woche übergebenen Ethik-Bericht nannte sie "eine gute Gesprächsgrundlage". Als Grund für verbreitete Bedenkenträgerei in Deutschland nannte Bär fehlenden Antrieb. Die Deutschen seien "zu satt geworden", sagte die Staatsministerin. Ihr Ziel sei es, dass ohne einen Einbruch wie in der Bankenkrise "vor die Welle zu kommen", dafür müsse Technik aber für die Deutschen erlebbarer werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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