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Streit um Abgasgrenzen: Auch Gesamtmetall warnt vor massiven Stellenverlusten

Archivmeldung vom 13.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Im Streit um strengere Abgasgrenzwerte für Neuwagen warnt auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor massiven Stellenverlusten. Präsident Rainer Dulger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die von den EU-Umweltministern angepeilte Reduzierung der CO2-Werte von Neuwagen um 35 Prozent sei technisch nicht erfüllbar, "schon gar nicht, wenn man wie bei uns in Deutschland gleichzeitig auch noch den Dieselantrieb verteufelt". Dulger verwies zugleich darauf, "dass diejenigen die härtesten Grenzwerte wollten, die selber keine nennenswerte Automobilindustrie haben".

Und er warnte, Grenzwerte einzuführen, die man nicht einhalten könne, müsse zwangsläufig zu massiven Stellenverlusten führen. Dulger erläuterte, beim Elektro-Auto seien die Grundprobleme des Antriebs - Reichweite und Aufladegeschwindigkeit - noch nicht gelöst, und die Physik lasse sich auch nicht durch politische Vorgaben ändern. "Und dann kommt noch die Frage dazu, wo denn der Strom herkommen soll. Kernkraft ist verpönt, Kohle ist verpönt, für Windräder muss auch Wald gerodet werden. Solange die Energiewende nicht endlich zu einem guten Ende geführt wird, mit verlässlichem und bezahlbarem Strom, ist es hanebüchen, die Verkehrswende zu fordern." Nach langen Verhandlungen hatten sich die EU-Staaten in dieser Woche darauf verständigt, dass Neuwagen im Jahr 2030 im Schnitt 35 Prozent weniger CO2 ausstoßen sollen als 2020. VW-Chef Herbert Diess kritisierte, in dieser Geschwindigkeit sei der Umbau der Flotte "kaum zu managen". Dann müssten in gut zehn Jahren "etwa ein Viertel der Jobs in unseren Werken wegfallen", insgesamt etwa 100.000 Stellen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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