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Weltärztepräsident warnt Ministerpräsidenten vor "Kakofonie"

Archivmeldung vom 14.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Frank Ulrich Montgomery
Frank Ulrich Montgomery

Bild: Screenshot http://www.montgomery.de / Eigenes Werk

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die Ministerpräsidenten dazu aufgerufen, ihren Beschluss vom Sonntag "mit einheitlicher Sprache zu verkaufen". Es dürfe nicht wieder "zur Kakofonie" kommen, sagte Montgomery dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Zu den Inhalten der Beschlüsse sagte er: "Das war keine Überraschung. Diese Beschlüsse hätte man schon vor vier Wochen fassen können." Montgomery widersprach zudem dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), wonach es in Deutschland bereits eine Triage bei der Versorgung der Patienten gebe.

"Es gibt interne Richtlinien, wie ein Triage funktionieren könnte." Diese würden bisher aber nicht angewendet. Wenn Intensivstationen voll seien und Patienten in andere Häuser verlegt werden müssten, sei dies noch keine Triage, bei der nach Überlebenschancen von Patienten entschieden werde, wer beispielsweise beatmet wird und wer nicht. Die Verlegung von Patienten sei Teil normalen ärztlichen Handelns. "Solche Entscheidungen müssen beispielsweise auch bei Massenunfällen getroffen werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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