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Entwicklungsminister verliert Geduld mit deutscher Wirtschaft

Archivmeldung vom 10.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Debattenkultur im Bundestag (Symbolbild)
Debattenkultur im Bundestag (Symbolbild)

Bild: Rob hyrons, fotolia / Eigenes Werk

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) droht mit ernsten Sanktionen, wenn deutsche Firmen sich in Entwicklungsländern nicht bald an Mindeststandards halten und ihre Lieferketten besser kontrollieren. Im "Handelsblatt" startete er einen "letzten Appell an die Freiwilligkeit", wie der Minister es nennt.

"Wer Güter und Waren aus Entwicklungsländern importiert, muss sicherstellen, dass sie nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit oder Sklavenlöhnen hergestellt wurden", so Müller. "Wir müssen erreichen, dass soziale und ökologische Grundstandards von deutschen Unternehmen in der gesamten Lieferkette sichergestellt werden." In der Textilindustrie zum Beispiel würden zwar bereits 50 Prozent der Firmen freiwillig mitmachen. "Das ist einerseits toll, andererseits heißt das auch: Die andere Hälfte macht nicht mit. Das muss ein Ende haben, bei Textilien, aber auch in allen anderen Branchen. Wenn wir mit Freiwilligkeit nicht substanziell weiterkommen, muss gesetzlich reagiert werden", drohte der CSU-Politiker, der gemeinsam mit seinen Ressortkollegen Altmaier, Heil und Maas einen Aufruf an die deutsche Wirtschaft gestartet hatte.

Müller will vor allem Afrika helfen: "Im Jahr 2020 hat Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Dann steht das neue EU-Afrika-Abkommen auf der Tagesordnung. Es muss auch neue Möglichkeiten der Handelskooperation enthalten. Denn mit fairem Handel schaffen wir die größten Entwicklungssprünge." Es gehe darum, afrikanische Länder besser in den europäischen und den Welthandel zu integrieren. "Das setzt aber schon früher an: Wir müssen Afrika befähigen, wirklich konkurrenzfähige Produkte anzubieten – etwa im Lebensmittelbereich."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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