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Unternehmens- und Politikberater: Große Koalition leistet sich einen Unterbietungswettbewerb reformerischen Eifers

Archivmeldung vom 21.11.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.11.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Unternehmens- und Politikberater Roland Berger hat die Bundesregierung scharf kritisiert und ihr "Flucht aus der Verantwortung" vorgeworfen.

Im "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe) sagte der 70-Jährige: "Die Koalition nutzt ihre breite Mehrheit nicht. Statt da weiter zu machen, wo Schröder aufhören musste, leisten sich beide Parteien einen Unterbietungswettbewerb reformerischen Eifers. Nun, nach Halbzeit der Legislaturperiode, ist die beste Phase für Erneuerungen verstrichen."

"Als Flucht aus der Verantwortung" bezeichnete Berger die Situation der Koalition. Er sagte wörtlich: "Ist es Respekt des Arztes vor dem Patienten, wenn er ihm notwendige Medizin vorenthält, nur weil sie bitter schmeckt? Oder ist das nicht vielmehr Flucht aus der Verantwortung? Die ersten Erfolge der Schröderschen Reformen, die ja auch ausdrücklich von Bundeskanzlerin Angela Merkel anerkannt werden, zeigen doch, wo der richtige Weg verläuft. Und dass es lohnt, ihn weiter zu gehen."

Quelle: Pressemitteilung Der Tagesspiegel

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