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Parteienforscher: AKK wird neue Vorsitzende der CDU

Archivmeldung vom 16.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Annegret Kramp-Karrenbauer (2018)
Annegret Kramp-Karrenbauer (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach Einschätzung renommierter Politologen ist Annegret Kramp-Karrenbauer nach der ersten Regionalkonferenz der klare Favorit für die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Chefin. "AKK ist inhaltlich und von den strategischen Perspektiven her eindeutig die beste Wahl, da sie die ganze Breite der CDU, christlich, konservativ und liberal, abdeckt und damit am klarsten 'Die Mitte' verkörpert. Ich gehe daher davon aus, dass sie sich letztlich durchsetzen wird", sagte Albrecht von Lucke, Autor der "Blätter für deutsche und internationale Politik", der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Spahn könnte mit seiner harten Kritik an Friedrich Merz auch dessen Chancen zunichtemachen. Die Attacken der Konservativen gegeneinander spielen ganz klar AKK in die Hände", erklärte von Lucke. Friedrich Merz wolle mit einer "Polarisierungsstrategie dezidiert die rechte Mitte besetzen", sagte von Lucke weiter. "Merz würde wegen seines neoliberalen Profils die Mitte wieder freigeben und so zur vielleicht letzten Hoffnung für die SPD. Auch die Grünen als Partei der liberalen bürgerlichen Mitte würde ein Kandidat Merz eindeutig stärken."

Werner Patzelt, Politologe an der TU-Dresden, geht ebenfalls von einem Sieg Kramp-Karrenbauers aus: "Wir erleben ein Schachspiel, und der Ausgang der Partie scheint klar", sagte der Parteienforscher zur "NOZ": "Spahn wird keinen Rückzieher machen. Und diejenigen, die nicht für Kramp-Karrenbauer stimmen, werden sich zwischen Spahn und Merz aufteilen. Kramp-Karrenbauer wird deswegen die meisten Stimmen erhalten und neue Vorsitzende der CDU."

Mit Blick auf die nächste Bundestagswahl wäre dies aus seiner Sicht allerdings ein Fehler: "Klüger wäre es, AfD-Wähler zurückzugewinnen. Annegret Kramp-Karrenbauer als 'Merkel II' könnte dies kaum schaffen. Merz und Spahn wären dafür die erfolgversprechenderen Kandidaten", sagte Patzelt. Mit einem Mitte-Kurs unter Kramp-Karrenbauer werde die CDU "die AfD auf Dauer zu einer Partei rechts von ihr machen. Das wäre aus meiner Sicht falsch", sagte Patzelt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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