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E-Mails belasten Ex-Chefin der Bremer BAMF-Außenstelle

Archivmeldung vom 22.06.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

In der Affäre um die Bremer Außenstelle des Flüchtlingsbundesamts (BAMF) hat die Polizei E-Mails sichergestellt, die die ehemalige Behördenleiterin belasten. Der Verdacht gegen sie habe sich erhärtet, notierte die Staatsanwaltschaft in einem Durchsuchungsbeschluss vom 7. Juni, über den der "Spiegel" berichtet.

Die E-Mail-Korrespondenz weise Anhaltspunkte dafür auf, dass sie mit zwei ebenfalls beschuldigten Anwälten zusammengewirkt habe, um möglichst vielen Antragstellern schnell zu einem positiven Bescheid zu verhelfen – unabhängig davon, ob deren Angaben wahr und vollständig seien. In einer Mail soll sie demnach gegenüber einem Anwalt offen eingeräumt haben, "das System" zu betrügen, um syrischen Antragstellern den Aufenthalt in Deutschland zu sichern. Die E-Mail stammt aus dem Oktober 2014, lange vor dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise und dem damit verbundenen Chaos. In einem anderen Fall soll sie einen anderen Anwalt gebeten haben, "den Hinweis auf Bulgarien" wegzulassen. Was es diesbezüglich zu wissen gebe, schrieb sie im Juli 2016, "finden wir besser selbst heraus". Die Ermittler mutmaßen, dass ein Asylantrag in Bulgarien verschwiegen worden sein könnte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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