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NRW wirbt für Heimatministerium im Bund

Archivmeldung vom 16.10.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Heimatministerium (Symbolbild)
Heimatministerium (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die nordrhein-westfälische Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) empfiehlt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), im künftigen Bundeskabinett ein Ministerium für Heimat zu schaffen:

"Allerdings kann ich nur davor warnen, ein Heimatministerium als Ressort allein für den ländlichen Raum zu konzipieren. Damit würde man dem Reichtum der Heimat nicht gerecht", sagte Scharrenbach der "Welt am Sonntag". "Das Thema muss breit aufgestellt sein." Heimat sei genauso städtisch wie ländlich. Damit widerspricht Scharrenbach Überlegungen unter anderem von Volker Kauder, dem Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag. Er hatte für ein Heimatministerium plädiert, das sich vor allem dem ländlichen Raum widmet. Die NRW-Heimatministerin hält dagegen, Stadt und Land müssten "gleich gefördert werden, man darf nie das eine gegen das andere ausspielen".

Sonst würde man Millionen Menschen ausgrenzen. Scharrenbach kritisiert aber auch das Selbstverständnis des bayerischen Heimatministeriums. Laut dessen Selbstbeschreibung sind "Landesentwicklung und Breitbandausbau die zentralen Aufgaben des Heimatministeriums". Für Scharrenbach wäre es "ein ziemlich materialistischer Heimatbegriff", Heimatpflege auf schnelles Internet und gute Straßen zu reduzieren. Als wichtige Aufgabe eines Heimatministeriums bezeichnete sie hingegen, "diejenigen zu unterstützen, die in ihrer Stadt oder ihrem Dorf Heimat erlebbar machen: die vielen Menschen, die sich für ihr Brauchtum engagieren, in Heimatvereinen mitwirken oder ehrenamtlich Ausstellungen gestalten". Was sie leisteten, sei unbezahlbar. Schnarrenbach führt in NRW das nach Bayern bundesweit zweite Heimatministerium.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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